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Das böse Monster bringt die Eiszeit zurück

Tom (Milo Parker), Gespenst Hugo und Geisterjägerin Hedwig Kümmelsaft (Anke Engelke) sind offenbar etwas zu schnell unterwegs.
Tom (Milo Parker), Gespenst Hugo und Geisterjägerin Hedwig Kümmelsaft (Anke Engelke) sind offenbar etwas zu schnell unterwegs. FOTO: Lucky Bird Pictures/Warner Bros/dpa
Berlin. Wie würde Bastian Pastewka als Gespenst aussehen? Der Kinderfilm "Gespensterjäger" gibt darauf eine Antwort. Der Komiker leiht darin einem grünen, schleimigen Geist Stimme und Mimik. Auch andere Promis mischen mit. Antonia Lange

Wer schon einmal nach Monstern unterm Bett geschaut hat, dürfte ihn nur zu gut verstehen: Der kleine Tom (Milo Parker) hat Angst im Dunkeln und würde am liebsten einen großen Bogen um den heimischen Keller machen. Dumm nur, dass ausgerechnet dort ein grünes, schleimiges Gespenst herumschwirrt und schon bald den Weg in die Wohnung findet, in der der Elfjährige mit seiner Familie lebt. Doch wie sich schnell herausstellt, muss Tom vor Geist Hugo gar keine Angst haben - vor einem anderen Monster allerdings sehr wohl.

"Gespensterjäger" basiert auf dem Bestseller von Cornelia Funke. Für den Familienfilm verbindet Regisseur Tobi Baumann leichten Grusel mit Humor und einigen durchaus anrührenden Szenen. Beherrschende Themen sind Freundschaft, Mut und das Überwinden der eigenen Grenzen. Ein durchaus anrührender, liebenswerter Film, der sich vor allem an Kinder richtet. Erwachsene dürften an der Grusel-Komödie ebenfalls ihren Spaß haben.

Die Besetzung ist prominent: Anke Engelke verkörpert die arbeitslose Gespensterjägerin Hedwig Kümmelsaft, Karoline Herfurth deren ehemalige Chefin in einer Geisterjäger-Agentur. Toms Eltern werden gespielt von Christian Ulmen und Julia Koschitz. Bekannt vorkommen dürfte dem Publikum auch das Gespenst Hugo: Bastian Pastewka leiht dem nämlich nicht nur seine Stimme. Zugleich dienten seine Aufnahmen beim Einsprechen auch als Vorlage für die Arbeit der Animatoren.

"Er schaut mit einem bestimmten Blick leicht zur Seite, wenn er verlegen ist, und da kann ich guten Gewissens behaupten: Das ist meiner", sagt Pastewka. Auch die Selbstüberschätzung verbinde Hugo und ihn, erzählt er. Tatsächlich klassifizieren die Gespensterjäger Hugo nämlich als MUG - als mittelmäßig unheimliches Gespenst. Er selbst hält sich allerdings durchaus für Furcht einflößend.

Doch da gibt es ganz andere Kaliber. Weil ein urzeitliches Eiszeit-Gespenst (UEG) sich in Hugos Villa eingenistet hat, musste das harmlose grüne Gespenst die Flucht ergreifen. Da gibt es aber noch ein Problem: Das böse Monster bringt nicht nur die Eiszeit zurück - wenn Hugo nicht innerhalb von sieben Tagen an seinen angestammten Spukort zurückkehrt, muss er sterben. Tom, der inzwischen Freundschaft mit ihm geschlossen hat, versucht verzweifelt, das zu verhindern.

Im Übrigen kennt auch Pastewka selbst die Angst im dunklen Schlafzimmer, wie er erzählt. Sogar als Erwachsener verwechselte er noch einen Bademantel, der am Holzpfosten im Zimmer hing, mit einem schwebenden Gespenst. "Ich habe mich die ganze Nacht nicht aus dem Bett getraut, obwohl ich wusste, was es ist."

Deutschland/Österreich/Irland 2015, 99 Min., FSK ab 0, von Tobi Baumann mit Anke Engelke, Karoline Herfurth und Christian Ulmen.