So machte er als Inspektor Columbo von der Mordkommission in Los Angeles Karriere - und wurde so populär, wie er selbst als Präsident der Vereinigten Staaten nicht unbedingt geworden wäre. Rund um die Welt kennt praktisch jeder Fernsehzuschauer den schusseligen, unkonzentrierten Inspektor mit dem Glasauge, der im schäbigen Trenchcoat, die kalte Zigarre im Mund, auch die kniffligsten Fälle scheinbar wie nebenher löst. Schon fast zur Tür hinaus, wendet er sich noch mal um und sagt: "Ich hätte da noch eine Frage . . ." oder auch: "Da wäre noch eine Kleinigkeit . . ." Ach ja, Peter Falk wird übrigens morgen 80.
69 Fälle hat der ungekrönte König der TV-Detektive seit 1968 gelöst und insgesamt vier "Emmys" als bester Fernsehdarsteller eingeheimst. Dabei sollte es ursprünglich zunächst nur einen Film geben. Doch der Erfolg von "Lösegeld für einen Toten" war so groß, dass die Figur drei Jahre später in Serie ging. In Deutschland lief die bislang letzte Folge unter dem Titel "Die letzte Party" am 14. September 2004.
Falks Eltern, jüdische Einwanderer aus Tschechien und Ungarn, betrieben in der Nähe von New York einen Laden. Als Dreijähriger verlor er bei einer Tumor-Operation sein rechtes Auge. Als er mit 15 die Schule verließ, stellte die Handelsmarine ihn wegen der Behinderung nur in der Kombüse an. Nach seiner Rückkehr driftete er zunächst in die Rockerszene ab, schaffte dann noch den Schulabschluss und ging nach einem Verwaltungsstudium zur Finanzbehörde.
Aber der Schreibtisch war nichts für ihn. Er nahm Schauspielunterricht, gab mit 29 den Job auf und schlug sich mit zahlreichen Nebenrollen bei Film und Theater durch. 1960 wurde Falk als Killer Reles in dem Krimi "Unterwelt" erstmals für einen Oscar nominiert. Ein Jahr später folgte die nächste Nominierung für seine Rolle in Frank Capras Gesellschaftskomödie "Die unteren Zehntausend". 1972 erhielt er für die Hauptrolle in Neil Simons Komödie "Das Nervenbündel" den "Tony" als bester Broadway-Schauspieler des Jahres.
Seit 30 Jahren ist Peter Falk mit der 23 Jahre jüngeren Schauspielerin Shera Danese verheiratet, aus erster Ehe hat er zwei Töchter. Ach ja: Der 70. Columbo sei in Vorbereitung, heißt es auf Falks Internetseite.