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Cottbuser Künstler und Forscher mit Grünebaum-Preisen geehrt

Die Preisträger der Max Grünebaum-Preisverleihung 2016 (v.l.n.r.): Dr.-Ing. Andreas Wurm, Philipp Richter, Dr.-Ing. Bert Kaiser, Greta Dato, Tänzerin , Claudia Düsing, Theatermalerin und -plastikerin, Ingo Witzke, Sänger
Die Preisträger der Max Grünebaum-Preisverleihung 2016 (v.l.n.r.): Dr.-Ing. Andreas Wurm, Philipp Richter, Dr.-Ing. Bert Kaiser, Greta Dato, Tänzerin , Claudia Düsing, Theatermalerin und -plastikerin, Ingo Witzke, Sänger FOTO: Marlies Kross
Cottbus. Eine Tänzerin, ein Sänger, eine Theater-Plastikerin - und drei Forscher, die über das technische Innenleben von Autos, Mikromotoren sowie biomedizinische Mittel zum Kampf gegen Krebs nachdenken: Das sind die Grünebaum-Preisträger 2016. oht

Die Max-Grünebaum-Stiftung hat am Sonntag bei einem Festakt im Staatstheater Cottbus zum 20. Mal herausragende Künstler und Wissenschaftler aus Cottbus ausgezeichnet. Preisträger 2016 sind die Tänzerin Greta Dato sowie der Sänger Ingo Witzke vom Staatstheater Cottbus. Die Forscher Bert Kaiser und Andreas Wurm, die beide ihre Doktorarbeiten an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg schrieben, wurden ebenfalls ausgezeichnet.

Kaiser promovierte mit einer Arbeit über Mikromotoren, die zum Beispiel in der Hörgerätetechnik eingesetzt werden können. Wurm arbeitete zur Verbesserung von Automatikgetrieben bei Autos.

Mit dem Karl-Newman-Förderpreis wird der Theater-Plastikerin Claudia Düsing ein Aufenthalt an Londoner Bühnen ermöglicht; Philipp Richter von der BTU erhält den Ernst-Frank-Förderpreis für seine Studien zur Krebsforschung.

Die Preise und die Stiftung erinnern an den Cottbuser Tuchfabrikanten und Ehrenbürger Max Grünebaum (1851 bis 1925), dessen Familie nach 1933 von den Nationalsozialisten enteignet und aus Deutschland vertrieben wurde. Als Stiftungskapital spendeten die Nachkommen, die heute in Großbritannien leben, Geld, das sie nach 1990 in Deutschland als Entschädigung erhielten.