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Kabarett
„Hier spielt die Musik“

Die Berliner Martin Valenske (l.) und Tilman Lucke werden am 18. Januar im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus das Satire-Festival offiziell eröffnen.
Die Berliner Martin Valenske (l.) und Tilman Lucke werden am 18. Januar im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus das Satire-Festival offiziell eröffnen. FOTO: Bundesweites Studentisches SATIR / Einfälle 2018
Cottbus. Das 23. bundesweite studentische Satire-Festival in Cottbus wird eingeläutet. Peter Blochwitz

Das bundesweite studentische Satire-Festival in Cottbus ist eröffnet. Ja, aber . . . Ist die offizielle Eröffnung nicht erst am 18. Januar im Großen Haus des Staatstheaters? Richtig: die offizielle Eröffnung des Kernfestivals unter dem Motto „Ei(n)fälle“, das bislang Kabarett-Treffen der Studenten hieß und nun zum 23. Mal ausgetragen wird.

Aber es handelt sich in der Tat ja schon seit Jahren um eine Satire-Woche. Zum Aufwärmen finden einige Veranstaltungen statt, „bei denen sich Kabarett und Satire mit anderen Genres wie Film, Slam oder Bildender Kunst treffen“, erklärt Festival-Chef Andreas Gaber.

Am Freitag hat es in der Cottbuser Galerie Haus 23 schon eine Vernissage gegeben. Unter dem Titel „Freestyle“ zeigt der aus dem Saarland stammende und jetzt in Leipzig lebende und arbeitende Grafiker Patrick Fauck eine Auswahl seiner Werke.

Fauck ist Druckgrafiker aus Passion. „Er ist als Künstler ein Gratwanderer und Suchender. Die Druckgrafik betrachtet er nicht als schmückendes Beiwerk, als Erweiterung des Repertoires wie bei einem Maler oder Bildhauer, nein, für ihn ist das künstlerische Drucken Hauptweg, Laboratorium und großes Experimentierfeld“, weiß Gaber und setzt fort: „Das Wechselspiel und die Durchdringung zwischen Chaos und Ordnung, das seit jeher die Philosophie als auch die Bildende Kunst in Spannung hält, wird in der Bildwelt von Patrick Fauck zum Credo.“ Die Ausstellung ist bis zum 24. Februar zu sehen.

Am heutigen Sonnabend findet ab 20 Uhr in der Cottbuser Mensa der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senf-
tenberg (BTU) die traditionelle Kurzfilmnacht „Ei(n)blicke“ statt. Die 22 Filme sind zwischen einer und 16:30 Minuten lang und werden in drei Teilen für einen kurzweiligen Filmabend mit komischen, skurrilen, satirischen und ironischen Beiträgen sorgen. Motto: „Hier spielt die Musik“. „Ei(n)blicke“ präsentiert die unterschiedlichsten Spielarten von „Musik im Film“, stellt Instrumente, Gesang und (Film)Musik in den Vordergrund. Die Kurzfilmnacht ist eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Verein Kommunales Kino Cottbus e.V. und wird nun schon zum 14. Mal ausgerichtet.

Zum sechsten Mal ist der Science Slam im Programm des Festivals. Am 16. Januar gehen  in der Mensa ab 20.30 Uhr fünf Teilnehmer an den Start, um mit zehnminütigen Vorträgen zu Themen aus Wissenschaft und Alltag die Gunst des Publikums zu gewinnen. Der Eintritt ist frei.

Dann der scharfe Start am 18. Januar mit der offiziellen Festival-Eröffnung  im Staatstheater. Bis zum 21. Januar werden dann 26 Gruppen und Solisten in zehn Veranstaltungen auf vier Bühnen stehen.

Die  Eröffnungsgala bestreiten Tilman Lucke und Martin Valenske vom Jungen Kabarett der Berliner Distel. „Frisch gepresst“ heißt das Late-Night-Politcomedy-Format, das nicht zum ersten Mal, aber immer wieder neu in Cottbus zu erleben ist. Als Gast haben sich Lucke und Valenske einen weiteren alten Festivalhasen ins Boot geholt: Andy Sauerwein (Würzburg)  bringt seine Federweissen mit.

Ebenfalls  gute Bekannte, die in  den Tagen darauf auf der Bühne stehen werden, sind etwa die Magdeburger Hengstmann Brüder, Michael Feindler und Nächstenliebe (beide aus Berlin). Nicht fehlen darf ROhrSTOCK, das dienstälteste deutsche Studentenkabarett, das bisher kein Festival in Cottbus versäumt hat.

Auf neue Gesichter wie das OE Mediziner Kabarett von der Charité kann man sich freuen – in rekordverdächtiger Truppenstärke von 24 Akteuren. Und gespannt darf man auf jeden Fall sein, wer sich hinter verrückten Ensemble-Namen wie Die Wahrhaft Schwachen (Karlsruhe) oder Schnaps im Silbersee (Berlin) verbirgt.

Tickets gibt es beim Cottbus-Service in der Stadthalle, beim Studierendenrat der BTU in der Hubertstraße 15 sowie online beim Ticketportal reservix. Beeilung: Erfahrungsgemäß sind die Veranstaltungen bereits vor Festivalbeginn ausverkauft.