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| 18:03 Uhr

Bundestagung in Cottbus
Neue Töne für Zukunftsmusik

Musizieren bereitet vielen Mädchen und Jungen in Sachsen und Brandenburg Freude. Aber es gibt immer weniger Lehrer, die das fördern.
Musizieren bereitet vielen Mädchen und Jungen in Sachsen und Brandenburg Freude. Aber es gibt immer weniger Lehrer, die das fördern. FOTO: Jens B¸ttner
Cottbus. Bundestagung in Cottbus hat Lehrernachwuchs an Musikschulen im Fokus. Annemarie Ziegler

Neben den aktuellen Entwicklungen der gesamtdeutschen Musikschullandschaft stand vor allem das Ausbleiben von Nachwuchskräften sowohl an Musikschulen als auch an Schulen im Land Brandenburg im Fokus einer Bundestagung in Cottbus. An der Tagung am 1. und 2. März des erweiterten Bundesvorstandes des Verbandes deutscher Musikschulen nahmen mehr als 30 Verbandsvertreter aus allen Bundesländern und weitere Experten teil. Gemeinsam erörterten sie mögliche Ursachen des bestehenden Nachwuchsmangels und suchten nach Möglichkeiten, den Beruf attraktiver werden zu lassen.

Ulrich Rademacher, der Bundesvorsitzende des Verbandes, erkennt vor allem in dem mangelnden musikpädagogischen Angebot der Brandenburger Hochschulen und Universitäten und der finanziellen Ungleichheit zwischen der Bezahlung von Musikschulpädagogen und Lehrkräften an Schulen sowie an der Zahl der Honorarkräfte gegenüber fest angestellten Arbeitskräften Gründe für das Ausbleiben des Lehrernachwuchses.

Potenzial sieht er darin, die Freude an der musikpädagogischen Arbeit auch für die Schüler spürbarer zu machen. So könnte der Beruf des Lehrers möglicherweise mehr Zuspruch bekommen und Interesse bei den Schülern wecken, so Rademacher. Es solle sich aber auch in finanzieller Sicht und im Angebot der Festanstellungen etwas ändern.

Einiges habe sich aber bereits  getan. Hochschulen und Universitäten geben der Pädagogik mittlerweile mehr Gewicht.

Auch die kulturellen Fächer erfahren eine Aufwertung.

Gerrit Große, Vorsitzende des Verbandes der Musik- und Kunstschulen Brandenburg, lobt die BTU, die an der Entwicklung des musikpädagogischen Bereichs arbeitet, und das sehr gut funktionierende Konservatorium Cottbus, die Chancen für die Region bieten, und unterstreicht: „Ich freue mich, dass es in der Lausitz wirklich klasse Musikprojekte gibt.“

Eine Bundestagung in Cottbus beschäftigte sich zwei Tage lang mit dem Lehrer-Nachwuchs an Musikschulen.
Eine Bundestagung in Cottbus beschäftigte sich zwei Tage lang mit dem Lehrer-Nachwuchs an Musikschulen. FOTO: Anja Schroschk