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| 16:03 Uhr

Preisverdächtig
Buh-Rufe und Euphorie beim Filmfest in Venedig

Venedig. Düster waren die Werke, die in diesen Tagen beim Filmfest in Venedig ihre Premiere feierten: Es ging um RAF-Terror in Westdeutschland, gefährliche Rituale von Hexen, die Niederschlagung friedlicher Demonstranten und Rassismus in den US-Südstaaten. Von Deutsche Presse-Agentur GmbH dpa

So anstrengend diese Werke teilweise waren, es könnte auch ein Anwärter auf den Goldenen Löwen darunter sein.

Empörte Buh-Rufe und frenetischer Beifall – für „Suspiria“ gab es in Venedig beides. Tatsächlich polarisierte der Wettbewerbsbeitrag von Luca Guadagnino enorm. Der Italiener, der zuletzt für sein Oscar nominiertes Drama „Call Me By Your Name“ gefeiert wurde, legte ein Remake von Dario Argentos Horrorfilm „In den Krallen des Bösen“ vor. Eine Geschichte voller Wahn und Magie, Realität und Imagination. Es wurde eine Nerven aufreibende und herausfordernde Erfahrung für das Kinopublikum, das zugleich auch einige der eindringlichen Szenen des Kinoexperiments so schnell nicht vergessen wird – beste Voraussetzungen für den Hauptpreis.