Zwischen Kondensatorenwerk und Waidhaus auf deutscher und Jakob-Böhme-Haus und Dreiradenmühle auf polnischer Seite der Neiße erwarten die Zuschauer ab 17 Uhr an verschiedenen Schauplätzen zeitgenössische Kunst und Musik sowie Klang-, Licht- und Videoinstallationen.
Als Reminiszenz an die neun deutschen und sieben ungarischen Mitbewerber um den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ wird die im Oktober vergangenen Jahres eröffnete Altstadtbrücke für einen Abend zur „Europäischen Brücke der Kultur(haupt)städte 2010“ . Deutsche und polnische Architekturstudenten präsentieren ihre Visionen und Entwürfe für den zukünftigen Brückenpark Neiße, der sich über eine Länge von etwa 1500 Metern zu beiden Seiten des Grenzflusses erstrecken wird und das Herzstück der Görlitzer Kulturhauptstadtbewerbung bilden soll.
Künstlerischer Höhepunkt des Abends wird die Aufstellung einer Skulptur des renommierten Bildhauers Bodo Rau nahe der Altstadtbrücke sein. Der aus dem Hunsrück stammende Künstler fühlt sich der Stadt Görlitz besonders verbunden und beabsichtigt, neben seinem spanischen Wohnsitz auch einen in der östlichsten Stadt Deutschlands einzurichten, der künftig auch von anderen Malern und Bildhauern aus aller Welt für ihre künstlerische Arbeit genutzt werden soll. Die „Stadt-Raum-Skulptur“ , die am Neißeufer ihre Heimat finden wird, entstand 1997 und wurde bereits in mehreren europäischen Städten ausgestellt.
Bis zum September plant das Kulturhauptstadtbüro die Ausrichtung von insgesamt vier Kunstfesten, bei denen sich die Schauplätze nach und nach auf immer mehr Objekte im künftigen Brückenpark Neiße erstrecken werden.
Die nächste Veranstaltung von „Brückenpark im Licht“ wird Anfang Juni stattfinden und dann auch den Bereich des Hochschulcampus und der Stadthalle einbeziehen.