von Beate Gohrenz

Carl Blechens „Berggipfel im Harz“: Das stimmungsvolle Gemälde zeigt eine Aussicht auf den Brocken, der zum Teil von Gewitterwolken umzogen wird. Im Vordergrund rechts fließt ein Bach am Felsgestein entlang. Links deutet Blechen die Vegetation der Gebirgslandschaft mit dem tannenbestandenen Hügel nur an. Die Landschaft entspricht nicht einer heiter-herbstlichen Buntheit, sie wirkt dramatisch. Das Besondere ist hier der eruptive, dynamische Malstil.

Carl Blechen weilte nachweislich vom 12. bis 22. September 1833 im Harz und durchwanderte dort  von Ilsenburg aus das Bode-, Selke- und das Ilsetal. Insgesamt sind 49 Arbeiten, vorwiegend in Bleistift, in das Werkverzeichnis von 1940 aufgenommen. Von denen sind nur wenige erhalten. Deshalb kommt dem skizzenhaften Gemälde eine zentrale Bedeutung im Konvolut der Harzbilder zu.