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| 16:52 Uhr

Finsterwalde
Edvard Grieg und Co. locken weiter

Berlin City Brass mit  (v. l.) Matthias Kühnle, Ingo Klinckhammer, Elliot Dushman, Andra Fejer und Felix Wilde begeisterte zum Auftakt des 8. Finsterwalder Kammermusikfestivals.
Berlin City Brass mit (v. l.) Matthias Kühnle, Ingo Klinckhammer, Elliot Dushman, Andra Fejer und Felix Wilde begeisterte zum Auftakt des 8. Finsterwalder Kammermusikfestivals. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Berlin City Brass startet mit furiosem Konzert ins Finsterwalder Kammermusikfestival. Von Jürgen Weser

 Einen begeisternden Start zum achten Finsterwalder Kammermusikfestival erlebten  die Besucher mit dem Ensemble „Berlin City Brass“ am vorigen Wochenende in der Trinitatiskirche. Fünf Konzerte folgen bis zum 7. April.

„Es ist eine große Ehre für uns, hier spielen zu dürfen“, machte Trompeter Matthias Kühnle vom Berliner Sinfonieorchester den Organisatoren des Kammermusikfestivals ein großes Kompliment. Der gute Ruf der vorangegangenen Finsterwalder Festivals habe sich in den Orchestern der Hauptstadt herumgesprochen. Außerdem, so Kühnle, habe sie Edvard Grieg als diesjähriger Hauptkomponist des Festivals mit seiner mystischen Kammermusik gereizt. Deshalb intonierten sie auch in der speziellen Bearbeitung für fünf Bläser den feierlich-romantischen „Hochzeitstag auf  Troldhaugen“.  Mit dem besonderen Charme großartig konzertant gespielter Blechbläsermusik vom Barock über die Spätromantik bis zu fröhlich emporsteigenden Swing-Brass-Rhythmen erwärmten die vorzüglichen Orchestermusiker aus renommierten Berliner Orchestern die Herzen der Zuhörer.

Der Auftakt zum achten Kammermusikfestival hat Lust auf die nächsten Konzerte gemacht. Schon am heutigen Freitag um 19.30 Uhr spielt das Duo „The Enescu Projekt“ mit Geigerin Alexandra Bartoi und Pianist Andrei Banciu im Logenhaus. Auf Griegs Violinsonate Nr. 3 c-Moll op. 45 dürfen die Zuhörer ebenso gespannt sein wie auf Musik von Johann Sebastian Bach und George Enescu, einer Spezialität des Duos. Dann geht es Schlag auf Schlag weiter beim Finsterwalder Festival. Das Trio Abaton ist am 16. März zu erleben, das Trio bbb am 23. März und dann das Duo Sundal/Nies. Edvard Grieg auf Norwegisch wird dabei zu erleben sein. Die norwegische Sängerin Marie-Julie Sundal singt Griegs einzigen Liederzyklus „Haugtusse“(Bergfee).

Ein besonderes Erlebnis verspricht das Abschlusskonzert am 7. April dann wieder in der Trinitatiskirche. Das Weimarer Klavierquartett und Gast Astrid Schütte spielen Griegs unvollendetes Klavierquintett in B EG 118 und Robert Schumann. Das Besondere: Pianistin Johanna Zmeck spielt auf einem eigens für das Konzert geliehenen hochwertigen Steinway & Sons Flügel. Hintergrund dafür ist, dass der Förderverein der künftigen Finsterwalder Stadthalle einen solchen Flügel mit Hilfe von Sponsorengeldern und Spenden erwerben möchte.