Mehr als 70 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus dem In- und Ausland hätten das Papier inzwischen unterzeichnet, teilte der Sorbische Künstlerbund gestern mit.
Der im Februar veröffentlichte Aufruf wendet sich gegen finanzielle Kürzungen, vor allem des Bundes. Die Unterzeichner fordern eine Finanzierung der Sorben-Stiftung mit mindestens 16,2 Millionen Euro pro Jahr.
"Die Bundesregierung scheint nicht gewillt zu sein, ihre Förderung der Stiftung für das sorbische Volk mindestens auf dem Niveau des Jahres 2003 in den kommenden Jahren zu halten", heißt es in dem Aufruf. Vertreter sorbischer Kultureinrichtungen und Vereine drängten bereits im Januar auf eine verlässliche staatliche Förderung. Institutionen und Projekte müssten von 2008 bis 2012 mindestens auf dem finanziellen Niveau von 2003 unterstützt werden, lautete die Forderung.
2003 hatte die Stiftung rund 16,2 Millionen Euro vom Bund sowie den Ländern Sachsen und Brandenburg erhalten. Für 2007 stehen 15,6 Millionen Euro bereit. Das Finanzierungsabkommen für die Stiftung läuft Ende dieses Jahres aus. Die Unterstützer des Aufrufs setzen sich dafür ein, dass die sorbischen Einrichtungen mit ihrem derzeitigen Profil erhalten bleiben. (dpa/pb)

(Internet: www.sorben.com)