"So was habe ich noch nie gemacht", sagte Vogler nach dem rund 20-minütigen Konzert. Dass die meisten Zuhörer ihn nicht kannten und auch nicht alle stehen blieben, störte ihn nicht: "Wer hören will, der hört. Ich war sehr konzentriert, trotz der Geräusche außen rum."

Das Überraschungskonzert ist Teil der Kampagne "So geht sächsisch", die das Image des Bundeslands aufpolieren und Touristen anlocken soll. Der Direktor des Victoria & Albert, Martin Roth, hat früher die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden geleitet. Die Klänge aus Voglers Stradivari-Cello kamen in London gut an: "Das ist einfach eine schöne Überraschung", sagte ein Besucher aus dem nahe gelegenen Cambridge, "und die Akustik ist toll hier." Vogler spielt in Turnschuhen, Jeans und Jackett - und auswendig.