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| 09:43 Uhr

Hamburg
Autoren über gendergerechte Sprache uneins

Hamburg. Deutschsprachige Autorinnen und Autoren sind über die Verwendung geschlechtergerechter Schreibung uneins. "Den Anspruch, Geschlechtergerechtigkeit mit einem grafischen Zeichen festzulegen und ein für alle Mal abzuhaken, halte ich jenseits der Bürokratie für falsch und absolut literaturfern", schrieb die österreichische Schriftstellerin Kathrin Röggla in einer Umfrage der Wochenzeitung "Die Zeit".

Die deutsche Büchnerpreisträgerin Sibylle Lewitscharoff erklärte: "Ich verwende keine gendergerechte Sprache, weil der ganze Quatsch entsetzlich aussieht und bürokratische Ungeheuer gebiert, die den Lesefluss stören.

" Dramatikerin und Romanautorin Sasha Marianna Salzmann äußerte: "Alle Varianten der sogenannten geschlechtergerechten Sprache interessieren mich. Sprache ist unser aller Spiegel, sie zeigt, wer wir sein wollen und wie wir zueinander stehen." Eine klare Position vertritt die Österreicherin Eva Menasse: "Ich werde niemals gender-,gerecht', niemals nach der neuen Rechtschreibung, nicht nach dem Duden oder dem Österreichischen Wörterbuch schreiben, ich werde immer ungerecht, subjektiv, stur und nach meiner eigenen Façon schreiben."

(dpa)