| 15:35 Uhr

Erinnerungen
Ausstellung über Popmusiker Prince in London eröffnet

Ein Kleiderkoffer voller Kostüme. Foto: Ray Tang
Ein Kleiderkoffer voller Kostüme. Foto: Ray Tang FOTO: Ray Tang
London. Rund anderthalb Jahre nach dem Tod des Popmusikers Prince („When Doves Cry“) ist am Freitag in London eine Ausstellung über den einflussreichen Künstler eröffnet worden. dpa

„My Name Is Prince“ zeigt Hunderte von Gegenständen, die der Sänger, Songwriter und Multiinstrumentalist in seinem Anwesen Paisley Park in Minnesota gesammelt hatte. Der Studiokomplex ist inzwischen ein Prince-Museum.

Unter den Ausstellungsstücken, die in der Londoner o2 Arena in lilafarbenem Licht präsentiert werden, sind Musikinstrumente wie die berühmte „Wolkengitarre“, die extravagante Garderobe aus dem Kultfilm „Purple Rain“ sowie zahlreiche andere Kleidungsstücke, die Prince in Videoclips und bei Bühnenshows getragen hat. Auch Musikpreise und handgeschriebene Songtexte sind zu sehen. Sprichwörtliches Herzstück der Ausstellung ist eine Bühne in der Form des Herzsymbols, das Prince auch auf seinen Alben verwendete, als er sich von 1993 bis 2000 „The Artist Formerly Know As Prince“ nannte.

„Ich glaube, ihm hätte diese Ausstellung gut gefallen“, sagte seine Schwester Tyka Nelson anlässlich der Eröffnung. „Es ist wie Paisley in klein, wie ein Puppenhaus der Prince-Welt.“ Nelson sprach von gemischten Gefühlen. „Gestern war es schwer, das hier alles zu sehen“, erklärte sie, „aber heute macht es Spaß, die Musik läuft und es fühlt sich wie eine Feier an.“

Prince Rogers Nelson war am 21. April 2016 an einer versehentlich eingenommenen Überdosis Schmerzmittel in Paisley Park gestorben. Er wurde 57 Jahre alt. 2007 hatte er in der Londoner o2 Arena insgesamt 21 ausverkaufte Konzerte gegeben.

My Name Is Prince (Ausstellungswebsite)

Bericht im Guardian

Paisley Park (Museumswebsite)

Prince' „Orange Cloud Guitar“. Foto: Frank Augstein
Prince' „Orange Cloud Guitar“. Foto: Frank Augstein FOTO: Frank Augstein
Die Schwester des gestorbenen US-Sängers Prince, Tyka Nelson, in der Ausstellung. Foto: Frank Augstein
Die Schwester des gestorbenen US-Sängers Prince, Tyka Nelson, in der Ausstellung. Foto: Frank Augstein FOTO: Frank Augstein