Hellmuth Henneberg: "Sie fühlen sich, Herr Rehberg auf der. . ." ". . .Wolke Neun". Damit war sofort der gleichnamige Film von Andreas Dresen mit Rehberg im Gespräch, der in Cannes Ovationen erhalten hat.Rehberg zitiert den Regisseur, der angesichts des Erfolges gesagt hatte: "Das sind so Augenblicke, die man in Bernstein gießen und in die Vitrine stellen möchte."Glücksmomente, sie sind in der "Kaffeeklatsch"-Reihe immer wieder im Gespräch. Breite definiert sie so: "Du erlebst sie, wenn du es schaffst, dass sich der Partner auf der Bühne wandelt und dieses auf das Publikum übergreift. Das ist wie wenn sich zwei Menschen an einem Sommerabend gegenüberstehen und fühlen, dass sie sich mögen."Da passen die Geschichten um Christoph Schroth dazu. Abwesend, war er an diesem Nachmittag doch immer wieder präsent. Man hörte, dass er ein Arbeitsvieh war, einer, der auch zwei Tage vor der Premiere alles neu und anders machen konnte, am Ende für viele Glücksmomente sorgte. Einer, der sich stets auf den Ort eingelassen hat, in dem er wirkte. Er bediente die Menschen und erhob sie zugleich.Breite, der damals noch Bäßler hieß, bekam von Schroth, als diesem der Vertrag um fünf Jahre verlängert worden war, auch eine Verlängerung angeboten. Bäßler-Breite darauf: "Im Vertrauen, Herr Schroth, Sie sind ja ein alter Theaterfuchs. Würden Sie das Angebot annehmen?" Es entstand eine lange Pause. Dann schüttelte Schroth den Kopf. "Was für ein Mensch. Ich rechne ihm das bis heute ganz hoch an. Schließlich war er einer meiner Lehrer und setzte immer auf mich." Schauspieler brauchen Veränderungen, müssen auch mal Kreatives, Neues an die Stelle von Gewohntem setzen. Schroth wusste das und gab den ehrlichen Rat.Glücksmomente haben auch mit Traumrollen zu tun, zum Beispiel mit Rehbergs Dynamit-Harry in der "Olsen-Bande". "Das war die einzige Rolle in meiner Laufbahn, in der ich die Bühne betrat und, ohne auch nur ein Wort gesagt zu haben, Applaus bekam." Auch Traumrollen hat man mal satt. Nach der letzten Vorstellung war er mit seiner Frau, der Schriftstellerin Jutta Schlott, die im Publikum mit ins Gespräch einbezogen wurde, nach Berlin geflohen. Dort erkannten ihn junge Leute: "Guckt mal, Dynamit-Harry!"Übrigens wurde aus Oliver Bäßler Oliver Breite, indem er den Namen seiner schon langjährigen Frau, der Schauspielerin Corinna Breite, und seiner und ihrer Kinder Ole (nach Breites Lieblingsrolle Ole Bienkopp benannt) und Willi annahm. Alle drei wurden herzlich begrüßt.Der nächste "Kaffeeklatsch" findet am 26. April mit Renate Köhn, Rüdiger Joswig und Peter Volksdorf statt. Und Hellmuth Henneberg ist am 30. März im "Theatertreff" selbst der Befragte.