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| 18:21 Uhr

"Anhalten, absteigen, reinschauen – es lohnt sich"

Die schwimmenden Häuser am Geierswalder See zieren das Buchcover.
Die schwimmenden Häuser am Geierswalder See zieren das Buchcover. FOTO: Dörthe Ziemer
Dörthe Ziemer:. Am heutigen Samstag kommt der brandneue Bildband "Niederlausitz" auf den Markt, der in Zusammenarbeit mit der RUNDSCHAU entstand. Wir sprachen mit der Autorin Dörthe Ziemer und dem Verleger Bernd Oeljeschläger über die Entstehungsgeschichte.

Was ist das Besondere an diesem Bildband "Niederlausitz"?
Bernd Oeljeschläger: Er lebt nicht nur von Bildern, sondern enthält auch ausführliche Informationen, die neugierig auf die Niederlausitz machen. Text und Bild sind harmonisch dosiert und in ein ansprechendes Format gegossen. Weder opulenter Bildband noch Reiseführer, fügt er sich gut in die Edition Stadt & Land Portraits ein, die wir als Regionalbuchverlag herausgeben.

Dörthe Ziemer: Was schön und wichtig ist: Er will nicht nur Fakten zusammentragen, sondern auch Geschichten erzählen. Und das in drei Sprachen: auf Deutsch, Englisch und Polnisch. Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit ermöglichte es mir zudem, mich auch im Nachbarland Polen umzuschauen. Denn die Niederlausitz ist eine historisch gewachsene Region, die auch eine europä ische Dimension hat.

Sie müssen es wissen: Wo sind die schönsten Seiten der Lausitz?
Dörthe Ziemer: Es ist die Fülle an unterschiedlichen Eindrücken: Schlösser, Herrenhäuser, Naturparks, Dorfkirchen, Orgel- und Wasserlandschaft gilt es zu entdecken. Und auch das Neue, dass parallel zu den gewachsenen Strukturen entstanden ist.

Haben Sie einen Geheimtipp, selbst für Einheimische?
Das kommt natürlich darauf an, was man mag. Für mich als gebürtige Luckauerin ist es diese Niederlausitzer Kleinstadt, die Dorfkirchen ringsum, die noch wahre Schätze bergen. Aber auch das Archiv verschwundener Orte in Horno finde ich höchst interessant. Am besten finde ich es, mit dem Fahrrad loszuziehen durch die Niederlausitz, wie ich es auch schon oft, auch wandernd als RUNDSCHAU-Autorin, getan habe. Anhalten, absteigen, reinschauen – es lohnt sich überall in der Niederlausitz.

Bernd Oeljeschläger: Früher dachte ich, wie manch anderer Westdeutscher, hinter dem Spreewald geht das Licht aus. Inzwischen bin ich überrascht, was sich an der deutsch-polnischen Grenze tut. Ich finde es spannend, wie die Region gegen Landschafts- und Identitätsverlust kämpft. Und ich treffe überall auf Mut, Vielfalt und Offenheit. Auch das motiviert, wiederzukommen.

Dörthe Ziemer: Niederlausitz. Culturcon Berlin. 14,95 Euro. ISBN 978-3-941092-85-3. Erhältlich in den RUNDSCHAU-Geschäftsstellen und in allen Buchhandlungen.

Mit Dörthe Ziemer und

Bernd Oeljeschläger

sprach Ida Kretzschmar

Blättern im neuen Bildband (v.l.): RUNDSCHAU-Chefredakteur Johannes M. Fischer, Autorin Dörthe Ziemer und Verleger Bernd Oeljeschläger
Blättern im neuen Bildband (v.l.): RUNDSCHAU-Chefredakteur Johannes M. Fischer, Autorin Dörthe Ziemer und Verleger Bernd Oeljeschläger FOTO: Angelika Brinkop