Man besteuert Sonn' und Mond, selbst das Licht wird nicht verschont . . .“
Kommt uns das bekannt vor„ Ist das höchst aktuell“
Leider ja.
Stammt aber von Otto Reutter, der von 1870 bis 1931 lebte. Es hat sich einfach nichts geändert: „Ob Republik, ob Monarchie, der Schlendrian verlässt uns nie.“ Ein Programm mit Texten von Otto Reutter wird wohl auch in 50 Jahren, wenn „alles schon vorbei ist“ , noch aktuell sein. Noch in 50 Jahren wird an der Neuen Bühne Senftenberg der Stoßseufzer zu hören sein können: „Ick wunder mir über jar nischt mehr“ . Unter dieser Überschrift war am vergangenen Freitag die Premiere des Otto-Reutter-Abends zu erleben, gespielt und gesungen von Stefan Bergel, den Ulla Kosel am Klavier begleitet. Eine vergnügliche Angelegenheit, ein Programm, in dem Bergel seinem Affen Zucker geben kann und charmant auch die eine oder andere Unebenheit überspielt.
„Und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus“ , weil wir dem äußerst gewissenhaften Maurer bei der „Arbeit“ zusehen und anschließend der Frau, vor der wir einfach zu viel Angst haben, beim „Blusenkauf“ wegsterben - na klar, wir hatten ihr ja auch geraten: „Nehm'n Se 'n Alten“ , das haben wir nun davon. Stimmt's: „Die Frauen sind, abgesehn vom Manne, das Schönste auf der Welt“ „
Ach ja: Was erklärt der unerschütterliche Optimist, der entgegen aller Erfahrung an das Gute in der (politischen) Welt glaubt“ „Mir hamse als jeheilt entlassen.“
Nächste Vorstellung. 30. Dezember, 19.30 Uhr, Ticket-Telefon: 03573/80 12 82.