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| 09:51 Uhr

Münster
Absperrungen sollen den Katholikentag nicht prägen

Münster. "Suche Frieden" - nach der erschreckenden Amokfahrt in der Münsteraner Innenstadt Anfang April bekommt das Motto des 101. Katholikentags eine ganz neue Bedeutung. Auch das Sicherheitskonzept wurde nach dem Ereignis noch einmal überdacht. Von Mittwoch, 8. Mai, bis Sonntag, 13. Mai, werden Zehntausende Besucher erwartet. Julia Latzel

"Suche Frieden" - nach der erschreckenden Amokfahrt in der Münsteraner Innenstadt Anfang April bekommt das Motto des 101. Katholikentags eine ganz neue Bedeutung. Auch das Sicherheitskonzept wurde nach dem Ereignis noch einmal überdacht. Von Mittwoch, 8. Mai, bis Sonntag, 13. Mai, werden Zehntausende Besucher erwartet.

"Das Ereignis war Anlass, unser Sicherheitskonzept auf Herz und Nieren zu prüfen und uns mit den Sicherheitsbehörden nochmals zu beraten. Wir kamen zu einem beruhigenden Ergebnis: Ein sicherer Ablauf des Katholikentags ist gewährleistet", sagte Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags, gestern.

Objektiv habe sich das Gefährdungsrisiko in der Stadt nicht erhöht, lediglich an wenigen Stellen seien Nachbesserungen nötig gewesen. So werden an einigen Stellen zusätzlich zu den Absperrungen Wassertanks platziert, um eine Durchfahrt für Autos zu verhindern. Auch Wolfgang Heuer als Beigeordneter der Stadt Münster betonte: "Wir haben alle möglichen Risiken und Gefahren bedacht. Gerade heute haben alle beteiligten Behörden und Veranstalter das Sicherheitskonzept unterschrieben."

Die Besucher müssen mit vielen Straßensperrungen rechnen. Die Veranstalter raten daher, nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

"Wenn einzelne Plätze oder Veranstaltungen zu voll sind, werden wir sie vorerst schließen. Die Besucher können in der Katholikentags-App per Ampelsystem feststellen, wie voll eine Veranstaltung ist", so Roland Vilsmaier. In der App werde es auch aktuelle Meldungen zum Thema Sicherheit geben.

Bei einzelnen Veranstaltungen müssen die Besucher mit Taschenkontrollen rechnen. Große Gepäckstücke dürfen nicht zu den Veranstaltungen mitgenommen werden. Sie können an verschiedenen Stationen, etwa am Hauptbahnhof, kostenlos zur Aufbewahrung abgegeben werden.

Bei aller Sicherheit: Den Veranstaltern ist wichtig, dass Straßenabsperrungen und Polizeipräsenz nicht zum bestimmenden Bild des Katholikentags werden.