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| 13:07 Uhr

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Wo ist eigentlich Greta?

Anja Hummel
Anja Hummel FOTO: Sebastian Schubert / LR
Wenn der Osterbraten noch schwer im Magen liegt, der Familientross gerade abgerückt ist, die bequeme Couch zum entspannten Hineinlümmeln einlädt und die Makatsch über den Bildschirm flimmert, dann ist Gefahr in Verzug. Und zwar akute Wegnick-Gefahr. aa

Eine Kommissarin, die ihr Kind so liebevoll wie eine zu schwere Einkaufstüte trägt und affige Spontan-Dates mit noch affigeren Fragerunden veranstaltet, die mutiert einfach nicht mehr zur sympathischen Ermittlerin. Aber ja doch, um Sympathie geht es nicht. Sondern um Krimi. Und da wären wir auch schon beim nächsten Haken. Die Spannung lässt lange auf sich warten, echte Emotionen sind Mangelware. Was „Zeit der Frösche“ in Mainz hervorruft, ist leider nur Espresso-Not. Alles dümpelt irgendwie vor sich her: die Geschichte um den blutdurchtränkten Pulli, die vermissten Jugendlichen, eine Lösegeldforderung, die Verstrickung von Beruf und Privatleben.

Ein autistischer Junge will beim Sex zuschauen, sein Kumpel lädt ihn dazu ein, das schöne Mädchen reicher Eltern dreht durch. Stein an Kopf, tot. Nun ja, wenigstens passt der Tatort zum Osterfestfinale: Es wurde gesucht und gefunden. Zugegeben an einem durchaus überraschenden „Versteck“, nur leider unspektakulär verpackt. Seien wir mal ehrlich. So wirklich beschäftigt hat uns doch nur die eine Frage: Wo verdammt noch mal ist Greta?

4c_TV Tatort ARD
4c_TV Tatort ARD FOTO: Schubert, Sebastian / LR