. .". Bis heute wird die Frau von Gewissensbissen geplagt, weil sie die Eltern in Litauen zurücklassen musste.
Bewegende Erinnerungen und Schicksale von jüdischen Veteranen der Roten Armee, die heute in Deutschland leben, dokumentiert die Ausstellung "Zwischen Sowjetstern und Davidstern" im Centrum Judaicum Berlin. Die von Historikern und Schülern erarbeitete Schau wird heute eröffnet. Neben Texten zeigt sie eine Vielzahl zeitgenössischer Fotos.
Die jüdischen Soldaten in der sowjetischen Armee kämpften, wie die Ausstellung eindrücklich zeigt, gegen den mörderischen Rassenwahn der Nazis. Zugleich erlebten sie Antisemitismus im eigenen Land. Die meisten der Interviewten berichten über Verfolgungen und Diskriminierungen von Juden unter Stalins Herrschaft. Der einstige Offizier Janis Ofmanis erklärt den Zwiespalt so: "Wir wussten, dass die Sowjetunion - trotz aller stalinistischen Verfolgungen - das einzige Land war, das uns retten konnte. Deshalb kämpften wir gut, denn wir kämpften nicht nur gegen den Faschismus, sondern auch um unser Überleben."
Nach dem Zerfall der Sowjetunion nahm die Diskriminierung von Juden erneut zu. Viele jüdische Veteranen emigrierten deshalb in den 90er-Jahren. (dpa/pb)
Die Schau ist bis Anfang 2007 sonntags bis donnerstags von 10 bis 18 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr geöffnet.