Die Menschen in aller Welt seien im vergangenen September von einer "theatralischen Enthüllung" überrascht worden: "Wir, die wir in Sicherheit lebten und unser Geld in die Hände respektabler Banken und ehrbarer Börsenmakler legten, wurden eines Besseren belehrt: dieses Geld existierte gar nicht, es war virtuell, die hässliche Fiktion einiger Wirtschaftsleute, die ihrerseits weder fiktiv, noch sicher noch respektabel sind". Alles sei Theater, sagt der Regisseur. Theater bedeute aber auch für die Menschen die Möglichkeit, "Licht auf die Bühne unseres Alltagslebens zu werfen". Mit dem Welttheatertag, dessen Botschaft alljährlich in mehr als 50 Sprachen übersetzt und vor Theateraufführungen verlesen wird, wollen die Theatermacher in aller Welt ein Zeichen setzen "für die Unverzichtbarkeit der Bühnenkunst, aber auch der gesellschaftlichen Einmischung von Theaterkünstlern". In aller Welt gibt es laut ITI aus diesem Anlass öffentliche Aktionen, Paraden, Festivals und besondere Aufführungen. Ein international herausragender Künstler veröffentlicht alljährlich eine Botschaft zum Welttheatertag. Außerdem wird der Preis zum Welttheatertag verliehen. Er geht in diesem Jahr an den Regisseur Jürgen Gosch.In der Saison 2006/07 zählten die deutschen Theater in insgesamt 63 550 Aufführungen fast 19 Millionen Gäste. Vor allem Schauspiele und Opern lockten Kulturinteressierte in die Häuser. dpa/pb