Die Antwort war recht schnell gefunden: Wenn das jemand machen konnte, dann der Sohn Claudius Dreilich. Mit ihm musiziert die Band, die sich aufgrund eines Rechtsstreits mit Dreilichs Witwe K . . . ! nennt, seit fast zwei Jahren überaus erfolgreich, begeisterte unter anderem auch vor einem Jahr das Publikum im Cottbuser Glad-House.
Und nun gibt es eine gemeinsame Weihnachtstour mit den mëdlz aus Dresden. Am 21. Dezember macht das Projekt Station in der Stadthalle Cottbus. Es ist, obwohl die Band seit über 30 Jahren besteht, ihre erste Weihnachtstournee. Wieso eigentlich? „Mein Vater hat Weihnachten nicht gefeiert“ , erklärt Claudius Dreilich, und Managerin Adelheid Walther ergänzt: „Sich Zipfelmützen aufsetzen, das macht die Band nicht. Und wenn schon eine Weihnachtstour, dann sollte es schon was Besonderes sein. Das wird es jetzt mit den mëdlz.“
Das passt schon der Form halber: Zwei Bands mit ungewöhnlichen Namen - wobei ja nicht gesagt ist, dass K . . . ! ewig so heißen wird. „Es kommen ganz viele Leute zu uns und sagen, es ist uns scheißegal, wie ihr heißt: Karat ist Karat, wie lieben euch so wie ihr seid. Wobei wir natürlich drum kämpfen. Wir haben geklagt, am 17. April ist Gerichtstermin“ , erläutert Gitarrist Bernd Römer. Vorerst gibt's aber die Konstellation K . . . ! und mëdlz, eher ein Zufall, wie Adelheid Walther berichtet. „Wir hatten eine gemeinsame Sendung, und da haben mir die mëdlz gleich gefallen, so ein frischer A-capella-Gesang, die frechen Texte.“ Aber die fünf Dresdner Mädchen, die Prinzen-Sänger Tobias Küntzel als Producer und Mentor gewinnen konnten, mussten schließlich noch die K . . . !-Band überzeugen. Und das taten sie im Sturm, erzählt Claudius Dreilich: „Wir mussten da gar nicht lange überlegen. Die Chemie stimmt, das war eine gute Entscheidung. Wir waren selber ein bisschen überrascht, und die Leute werden das sicher auch sein.“ Wobei die Mädchencombo nicht, wie oft üblich, als Gast oder Vorband auftritt, sondern gleichberechtigter Teil des Weihnachtsprojektes „Winterzeit 2006“ ist. Claudius Dreilich: „Sie präsentieren ihre Lieder, wir natürlich unsere Hits, das wollen die Leute ja, aber den Großteil des Konzertes bestreiten wir gemeinsam. Die mëdlz singen das eine oder andere Karat-Lied mit, und ich darf bei den mëdlz mitsingen. Und natürlich sind auch Weihnachtslieder zu hören.“
Neuere Titel präsentiert die K . . . !-Band, die wieder an einer Platte arbeitet, ebenfalls: Neben „Melancholie“ und „Der letzte Countdown“ vor allem „Winterzeit“ , wonach die Tour benannt ist. Das ist eine Produktion, die ganz nach Karat klingt, aber eben doch neu. Hier spielen und singen nämlich die K . . . !mëdlz.

„Winterzeit“ : K . . . ! und mëdlz am 21. Dezember,
Stadthalle Cottbus,
Ticket-Telefon: 01805/22 20 20
und 0355/75 42 44 4.