Die "Victoria"-Darsteller Frederick Lau (25) und Laia Costa (30) wurden als beste Schauspieler geehrt und waren vor Freude ganz aus dem Häuschen. "Verbrechen lohnt sich", meinte "Victoria"-Regisseur Sebastian Schipper in Anspielung auf den Bankraub, in dem sein wilder filmischer Ritt durch die Berliner Nacht endet. Auch für Regie, Filmmusik und Kamera heimste sein Film Preise ein.

Lange Gesichter gab es bei den Machern von "Elser - Er hätte die Welt verändert". Oliver Hirschbiegels Film über den Hitler-Attentäter Georg Elser war ebenso wie "Victoria" siebenfach nominiert - ging am Ende aber gänzlich leer aus. Zu den Stars des Abends gehörte dagegen Gala-Moderator Jan Josef Liefers, der sich als verkleideter, singender Hotdog zum Würstchen machte.

Einer, dessen Filme in der Vergangenheit von der Deutschen Filmakademie ignoriert wurden und der seine Arbeiten zuletzt gar nicht mehr eingereicht hatte, kam bei der Lola erstmals zu Ehren. Und der sonst so coole Til Schweiger gab zu, echt aufgeregt zu sein, als er für seine Alzheimer-Tragikomödie "Honig im Kopf" den undotierten Preis für den "besucherstärksten Film" entgegen nahm. "Das fühlt sich gut an, nach so unendlich vielen Jahren wieder hier zu sein."

Knapp sieben Millionen Kinogänger sahen "Honig im Kopf" mit Dieter Hallervorden in der Hauptrolle. Der gerade gestartete Gewinnerfilm "Victoria" hat bislang erst 37 000 Zuschauer gefunden.