Zum Auftakt stellte die Neue Bühne ihre drei Eigenproduktionen vor und gab die Niederländische Clownsband ,,The Slampampers" den Tenor für den Sommer vor: Gnadenloser Spaß muss sein!
Gnadenlos amüsieren sollten sich die zahlreich erschienenen Zuschauer mit den vier begnadeten Musikclowns, was den meisten Besuchern unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt und einem bezahlten Bier in der Hand nicht schwer fiel. Kontrabass, zwei Saxophone, Schlagwerk, vier Stimmen, jede Menge Slapstick und permanente clowneske Hektik und Unruhe auf der Bühne waren das Register, das Eddie und seine drei Mitakteure gekonnt zogen. Lachstürme und Beifall heimsten die Niederländer in der Niederlausitz schon für den Instruemntenaufbau ein, bevor sie Slampampers machten, also Musik von Pop über Blues bis Klassik. ,,Baby come to back to me" zelebrierten sie im übertragenen Sinne als Motto, denn soviel Blödsinn, Kasperei und Bewegungsunfug kann kaum einem Kinderhirn entspringen. Die ,,The Slampampers" produzierten sich als vier Ausgeburten der Spaßkultur, die alle Facetten der Musikclownerie zogen.
Erst mussten die Hosenträger mit erotischer Geste herabgelassen werden, bevor ,,Apfelstrudel" auf deutsch-holländisch wie auf dem arabischen Basar feilgeboten wurden. Die Saxophone schmachteten sich beim Song über die Liebe disharmonisch an und Eddie war nicht mehr zu halten, als er sich im Publikum auf die Suche nach einer Frau begab. Natürlich war immer mal einer der Musiker von der Bühne verschwunden, gab es Akrobatik mit und ohne Instrumente, gewollte Peinlichkeiten und hysterisches Umgehen mit den eigenen Gliedmaßen. Ab und an blitzte auch die musikalische Klasse der vier Vollblutentertainer auf, aber darauf kam es bei ihrer Performance ja gar nicht so sehr an. Während des zweiten Teils der Show slampamperten dann ab Mitternacht nach und nach etliche Komödienfestivalbesucher nach Hause, was auch an den kühler werdenden Temperaturen gelegen haben mochte. Vielleich hatte Platzwart Klevenow endlich Gehör f*am p*uuml;r die Ruhezeit auf dem Campingplatz bekommen.
Nicht nur ,,Camping, Camping- Eine Revue", in der Klevenow den gestrengen Platzwart gibt, stellte sich als eine der drei Senftenberger Eigenproduktionen kurz auf der Senftenberger Marktbühne vor. Othello aus ,,Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt) rappte sich und Hamlet in die Gruppentherapie, und Ritter Runkel war mit den Digedags pünktlich zum Komödienfestival aus dem Orient zurück, denn er will ja die liebreizende Adelaide ehelichen. Gern hätten die Zuschauer, so der Eindruck, neben Intendant Latchinian als für das Komödienfestival werbenden Moderator von den eigenen Senftenberger Mimen schon mehr geboten bekommen. Darauf müssen sie bis zum 3. Juni warten, wenn ,,Ritter Runkel" zur Premiere mit seinem feurigen Ross Türkenschreck am Senftenbertger See auftaucht. Vorher können alle, denen der Opel E-Kadett schon immer ein Gräuel war, am 28. Und 29. Mai auf der Amphith eater-Bühne in einer Percussions-Show erleben, wie ein Auto musikalisch ,,liebevoll" zerlegt wird.