Sie bewahre das kulturelle Erbe eines Staates, der die deutsche und europäische Geschichte der letzten 300 Jahre maßgeblich geprägt habe, sagte Köhler gestern bei einem Festakt in Berlin zum 50-jährigen Bestehen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Mit dem Ausbau der Museumsinsel und dem geplanten Humboldt-Forum auf dem Schlossplatz werde Berlins Mitte zu einem "weltweit leuchtenden Symbol für die Kulturnation Deutschland".
Das inzwischen untergegangene Preußen sei im 19. Jahrhundert auch die treibende Kraft für die deutsche Einheit gewesen. Nach 1990 habe die Stiftung einen ganz wesentlichen Beitrag zur kulturellen Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland geleistet. "So ist es recht und billig, dass Deutschland als Ganzes sich diesem Erbe gegenüber verantwortlich zeigt", erklärte Köhler im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Die Stiftung wird vom Bund und den Ländern gemeinsam getragen, wobei der Bund die größere finanzielle Last trägt. Stiftungsratsvorsitzender ist Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). Nachfolger von Stiftungspräsident Klaus-Dieter Lehmann wird im März 2008 als vierter Präsident (nach Hans-Georg Wormit und Werner Knopp) Hermann Parzinger. (dpa/pb)