Erst, als die Kommissarsgattin ihrem Ermittler-Ehemann das Verhältnis mit dessen Kollegen beichten will, klingelt das Telefon. Tote Menschen in einem Kleingarten. Der Kommissar muss weg. Gutes Timing.

Apropos Ehedrama: Das zwischen dem Kommissar und seiner Frau hätte beinahe genervt. Da läuft ein Mörder durch Rostock, der seine gesamte Familie ins Grab bringen will, und der Kommissar ist damit beschäftigt, seine Frau und seinen Kollegen beim Seitensprung zu erwischen. Und plötzlich erklärt der Betrogene seiner Frau, dass er ihre Untreue zwar irgendwie doof findet, dass aber "jeder mal in der falschen Garage parkt" und dass er trotzdem alles tun will, damit die Ehe wieder in Ordnung kommt. Und dann schießt er auch noch den Liebhaber seiner Gattin über den Haufen - natürlich aus Versehen. Und nur in den Arm. Schön, dass man die in Sonntagskrimis so beliebten persönlichen Schicksale der Ermittler auch interessant inszenieren kann. Da ist man fast gespannt, wie es zwischen Kommissar Bukow und seiner Vivian weitergeht. Zumal Bukow jetzt erst einmal im "rollenden Bordell" übernachten muss.

Schön auch, dass man Fälle so inszenieren kann, dass die Bösen weder sozialschwache Alkoholiker mit grausamer Kindheit, noch superreiche Top-Manager mit architekturpreiswürdigen Stadtvillen sein müssen. Auch der ganz normale Mann von nebenan kann durchdrehen. Genau das hat den Polizeiruf "Familiensache" so spannend gemacht. Obwohl der Mörder schon nach zehn Minuten feststand.