Der 1937 in Kirchhain geborene Künstler wurde 71 Jahre alt. Die Glasgestalterin Beate Bolender aus Kasel-Golzig, eine Freundin des Verstorbenen, sagte gegenüber der RUNDSCHAU: "Das kann ich noch gar nicht realisieren. Da ist jemand Wichtiges einfach weg." Die anregenden Gespräche mit dem befreundeten Kollegen werde sie sehr vermissen. Der Kunsthistoriker und ehemalige DDR-Kulturminister Herbert Schirmer aus Lieberose - er begleitete die Arbeit des Luckauers über viele Jahre - schilderte Franz-Peter Biniarz voller Respekt als "einen der Stillen im Lande". Er sei ein zurückhaltender Künstler gewesen, der sich nicht in den Vordergrund stellte. Zweifel hätten seine Arbeit bestimmt und "er nahm diese Zweifel ernst". Franz-Peter Biniarz habe die Gegend, in der er selbst lebte - die Luckauer Stadtlandschaft und den Spreewald - ins Zentrum seiner Bilder gestellt und in die darin gezeigten Figuren seine menschlichen Erfahrungen einfließen lassen. Der Cottbuser Maler Rudolf Sittner, der den Verstorbenen noch aus gemeinsamer Zeit bei der Cottbuser Abteilung der staatlichen Werbeagentur Dewag kennt, lobte die "künstlerische Entwicklung", die der ehemalige Gebrauchsgrafiker nach 1990 unter anderem als Mitglied der Künstlergruppe "Kopfweide" genommen habe. Karin Stöckigt, Sachbearbeiterin im Kulturamt des Landkreises Dahme-Spreewald, hat mit Franz-Peter Biniarz mehrfach bei Ausstellungen zusammengearbeitet und sich für den Ankauf einiger seiner Werke durch den Landkreis eingesetzt. Sie zeigte sich "erschüttert, weil ich ihn als Menschen und als Künstler sehr achte und schätze". Franz-Peter Biniarz sei durch seine "jugendlich-frische, lustige Ausdrucksform" und seine "freundlich-zuvorkommende Hilfsbereitschaft" aufgefallen. Helga Tucek, die Leiterin des Niederlausitz-Museums in Luckau, berichtete, dass sie einen "guten Draht" zu dem Künstler hatte, der als Grafiker auch für das Museum gearbeitet habe. "Ich hätte ihm noch mehr Zeit für die Verwirklichung seiner künstlerischen Ambitionen gewünscht." Wie es in der Todesanzeige heißt, wird Franz-Peter Biniarz am Samstag, 28. März, um 14 Uhr auf dem Friedhof der Commune der Calauer Vorstadt in Luckau beigesetzt. Felix Krömer