Und das Wagnis, deren junger Regisseurin Nicole Oder den Roman "Ein Kind unserer Zeit" von Ödön von Horvath anzuvertrauen, wurde vom Publikum mit kräftigem Applaus belohnt.

Horvath schrieb 22 Theaterstücke, doch gerade sein Roman wird immer wieder für die Bühne eingerichtet. Sicher, weil er so deutlich Kritik am Nationalsozialismus übt. Der Dichter, der nach einem Treffen mit Robert Siodmak in Paris am 1. Juni 1938, nachdem er mit ihm über die geplante Verfilmung des Romans gesprochen hatte, von einem umstürzenden Baum erschlagen worden ist, hat allerdings keine konkreten Namen oder Fakten in seinem Roman benannt. Doch die Anspielungen sind deutlich, auf Nationalsozialismus und Militarismus, und auf die Unterstützung Francos im Spanischen Bürgerkrieg. 0b dieser Text uns wirklich zeitlos-Aktuelles zu unserer Zeit zu sagen vermag (Stichworte: deutsche Soldaten in Afghanistan, Arbeitslosigkeit, Rechtsradikalismus)?

Die Rezensuion dzu dem Stück lesen Sie am Ostersonnabend in der RUNDSCHAU.