Unter anderen sind Konzerte mit dem Pianisten Pawel Kowalski und dem Knabenchor Poznan (Posen) geplant. Vom 1. bis 9. September werden bei den elf Veranstaltungen in Potsdam rund 2200 Besucher erwartet. Die dem Komponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750) gewidmete Reihe ist die einzige ihrer Art in der Region.
Die Bachtage seien "Repräsentanten für das kulturelle Leben in Brandenburg", sagte Wiede. Als einen der Höhepunkte bezeichnete er das Konzert des Jazz-Pianisten Joachim Kühn und des "Orgel-Genius'" Matthias Eisenberg am 6. September in der Nikolaikirche. Bei dem Eröffnungskonzert am 1. September in der Friedenskirche Sanssouci werde das Barockensemble Exxential Bach auftreten. Bei einem Festakt zur Eröffnung der Bachtage in Berlin soll ein Partiturblatt der h-Moll-Messe des Komponisten im Original ausgestellt werden.
Wiede bezeichnete die Konzertreihe als "zunehmend erfolgreich und beständig". Die Besucher kämen nicht nur aus der Region, sondern auch aus dem Ausland. Die Zahl der Zuhörer sei leicht gestiegen. Mit der Wahl Polens als Gastland im Jahr des 50-jährigen Bestehens der Europäischen Union solle zu einem "durchlässigeren Verhältnis" zwischen den beiden Ländern beigetragen werden. Auch werde die Verbindung polnischer Musikgeschichte zu Bach thematisiert.
Die Konzerte sollen an die Bachrezeption in Potsdam seit dem 19. Jahrhundert anknüpfen. Der Komponist selbst hielt sich dort 1747 auf. Das Programm der Reihe wird traditionell an Bachs Geburtstag vorgestellt. Gestern wäre er 322 Jahre alt geworden.
(dpa/pb)
(Die Eintrittskarten für die Potsdamer Bachtage kosten regulär zwischen fünf und 22 Euro. Sie sind ab sofort im Internet unter www.bachtage.de, unter der Telefonnummer 0700-16851750 und an Vorverkaufskassen in Potsdam und Berlin erhältlich.)