Ein Beratergremium mit internationaler Beteiligung diskutiere gegenwärtig verschiedene Möglichkeiten des inhaltlichen Konzeptes und der Gestaltung, sagte Neumann in Berlin. Der Bundestag hat für die Erarbeitung einer Konzeption für das "sichtbare Zeichen" insgesamt 750 000 Euro für 2007 bewilligt.
Das Herzstück dafür sei die große Vertriebenenausstellung "Flucht, Vertreibung und Integration" des Bonner Hauses der Geschichte, die um internationale Aspekte erweitert werden solle, betonte Neumann. Die endgültige Ausgestaltung solle im nächsten Jahr weiter konkretisiert werden.
Parallel zu den Beratungen in den Arbeitsgremien wolle Neumann auch mit seinem polnischen Amtskollegen über das Thema sprechen. "Die polnische Seite ist eingeladen, sich an der Konzeption zu beteiligen."
Ein zentraler Punkt der Dokumentation werde die Vertreibung der Deutschen sein, allerdings würden auch andere europäische Vertreibungen dokumentiert, zum Beispiel auch die der Polen. "Ursache und Wirkung werden klar und unmissverständlich dargestellt", betonte Neumann. "Es wird sehr deutlich werden, dass die Ursache von Flucht und Vertreibung im nationalsozialsozialistischen Deutschland lag, mit all seinen schrecklichen Folgen. Es muss möglich sein, das angemessen und historisch korrekt zu dokumentieren. Dabei werde ich alle beteiligen, die guten Willens sind."
Einen konkreten Ort für die Dokumentationsstätte gibt es noch nicht. Bernd Neumann sieht dafür mehrere Möglichkeiten in der Hauptstadt. Sie sollte allerdings im Zentrum der Stadt, also in Berlin-Mitte angesiedelt sein, sagte der Staatsminister. (dpa/pb)