Regie führt Intendant Sewan Latchinian.Das Jahr 2009 ist ein Jahr vieler Jubiläen. Eines bezieht sich auf ein tragisches Ereignis, das vor zehn Jahren im ehemaligen Jugoslawien stattfand und das auch mit Deutschland zu tun hat.Der 30. Mai 1999 ist ein strahlend schöner Sonntag. In Varvarin, einem kleinen Dorf in Serbien, ist wie jeden Sonntag Markttag. Außerdem feiern die Einwohner das Dreifaltigkeitsfest, das orthodoxe Pfingsten. Auch das Mädchen Sanja Milenkovic ist gemeinsam mit ihren Freundinnen dabei. Nach dem Gottesdienst besuchen die Mädchen noch eine Freundin und machen sich dann auf den Heimweg zur Brücke über die Morava. Da fliegen zwei Düsenjäger über Varavin hinweg, drehen und fliegen erneut über das Dorf. Kurz darauf zerschneiden lasergesteuerte Bomben die Brücke in der Mitte. Die Mädchen, und mit ihnen andere Passanten, stürzen in die Tiefe. Wie es zu diesem Vorfall und wie es überhaupt zu diesem Krieg der Nato, an dem auch die Bundesrepublik Deutschland teilnahm, kommen konnte, untersucht die szenische Bühnendokumentation. Sie stellt Fragen nach der Verantwortung der Politik, der Medien, der öffentlichen Meinungsbildung in unserer globalisierten Welt.Mit Uraufführungen geht es dann an der Neuen Bühne weiter: Am 25. April hat "Eine verbotene Liebe" von Ettore Ghibellino (nach dem Buch "Goethe und Anna Amalia - Eine verbotene Liebe?") Premiere, am 6. Juni "Camping, Camping 3", die von Gabriele Kappes gestaltete Fortsetzung der musikalischen Revue im Amphitheater. pr/mar