Stefan Raab und weitere Komiker, die als Laudatoren engagiert waren, machten die Verleihung des zehn Jahre alten Musikpreises im Auftrag des Senders ProSieben zu einer Comedy-Musik-Show.
Dass der „Comet“ eigentlich der Preis des Musiksenders Viva ist, ging fast unter. TV-Komiker Oliver Pocher, der selbst für die beste Live-Comedy ausgezeichnet wurde, sagte: "Wer weiß, ob es diesen Preis im nächsten Jahr überhaupt noch gibt, wo MTV den ganzen Kram geschluckt hat."
Wegen der Zusammenarbeit mit ProSieben ging die Verleihung erstmals live und zur Primetime auf Sendung. Ein weiteres Novum: Zum ersten Mal gingen die Preise nur an deutsche Musiker. Bester Künstler wurde der Kölner Reggae-Sänger Gentleman, beste Band die norddeutschen Hip-Hopper Fettes Brot, die mit "Emanuela" auch einen „Comet“ für den besten Song erhielten. In der Soul-Ecke setzten sich die Söhne Mannheims durch (Bestes Album und bester Download-Song). Im Kontrast dazu erhielt Rammstein eine Trophäe für das beste Video.
Als gefragteste Newcomer und Publikumslieblinge erwiesen sich Tokio Hotel aus Magdeburg. Während der Show kürten Fernsehzuschauer die Gruppe um den 16-jährigen Sänger Bill Kaulitz per Telefon-Abstimmung zu den "beliebtesten Künstlern". Silbermond, vier Mal nominiert, waren in der Kategorie "Bester Live Act" erfolgreich. Die mehrfach nominierten Bands Juli und Wir sind Helden gingen leer aus.