Insgesamt wurden bei den zehntägigen Internationalen Filmfestspielen in Berlin rund 270 000 Eintrittskarten verkauft, 30 000 mehr als im Jahr zuvor, wie die Veranstalter mitteilten. Hinzu kamen fast 20 000 Fachbesucher aus 136 Ländern. Gezeigt wurden 383 Filme in über 1200 Vorführungen. Den Goldenen Bären für den Besten Film gewann der peruanische Film "La Teta Asustada" von Claudia Llosa. Bei der Preisverleihung am Samstag hatte Festival-Direktor Dieter Kosslick gesagt: "Diese Berlinale war eine Berlinale gegen die Krise." Die größte Überraschung sei für ihn "die unglaubliche Stimmung" gewesen. "Wir haben das Kino gefeiert, wir haben die Stars gefeiert." In seiner Abschlusserklärung hieß es, die Berlinale zeige, dass es ein filmbegeistertes Publikum gibt, das das Kino liebe. "Dank der neuen Spielstätten konnten wir in diesem Jahr noch mehr Filmfans die Gelegenheit geben, das Festivalprogramm mitzuerleben." Für die diesjährige Berlinale hatten die Veranstalter erstmals den Friedrichstadtpalast mit rund 1800 Sitzplätzen als Spielstätte gewinnen können. Wann der diesjährige Berlinale-Sieger "La Teta Asustada" in Deutschland ins Kino kommt, ist noch offen. Die Verhandlungen liefen, hieß es am Montag. In Spanien, Llosas Wahlheimat, ist das Drama bereits in den Filmtheatern zu sehen. Wer die Beziehungsstudie "Alle Anderen" der 32-jährigen Regisseurin Maren Ade beim Berliner Festival verpasst hat, kann das nach Angaben der PR-Agentur ab 18. Juni im Kino nachholen. Hauptdarstellerin Birgit Minichmayr wurde mit einem Silbernen Bären als beste Schauspielerin ausgezeichnet, außerdem gewann der Streifen gemeinsam mit "Gigante" den Großen Preis der Jury. Die in drei Sparten prämierte Tragikomödie aus Uruguay wurde vom Filmverleih Neue Visionen gekauft und soll dieses Jahr ins Kino kommen. AFP/dpa/pb