Vom heutigen Montag an bis zum Freitag sind 18 Studierende des Faches Orgel in verschiedenen Kirchen im Gebiet zwischen Doberlug-Kirchhain, Luckau und Golßen zu Gast. Sie kommen aus fünf Ländern, aus der Slowakei, Tschechien, Polen, Südkorea und Deutschland - und studieren an fünf Musikhochschulen Europas.

Aus Poznan (Polen), Prag (Tschechien), Austin (Texas, USA) und Freiburg im Breisgau sind vier prominente Hochschullehrer dabei. Sie erteilen den Studierenden Unterricht an den historischen Orgeln der Niederlausitz. Vier Tage lang gibt es Studien an Instrumenten mit spätbarocken oder romantischen Klangfarben, die in ihrer Art und Größe in den Übungsräumen der Universitäten und Musikakademien nicht vorhanden sind. Eine derartige Fülle von klangschönen historischen Orgeln in Dorf-, Stadt- und Klosterkirchen gibt es sonst europaweit kaum.

Damit erklingt in dieser Woche 260 Stunden Orgelmusik: in Golßen, der Klosterkirche Doberlug und in den Dorfkirchen Zieckau, Uckro, Waltersdorf, Langengrassau, Prießen, Frankena und Buchhain. Den Auftakt gibt es am heutigen Montag, um 19 Uhr, an der historischen Schuke-Orgel der Stadtkirche Golßen. Zum Abschluss der Orgelakademie wird wieder eine Orgelnacht veranstaltet. An der historischen Claunigk-Orgel in der Dorfkirche Waltersdorf spielen am Freitag von 19 bis 24 Uhr die 18 Studierenden ein vierstündiges Programm Orgelmusik aus mehreren Jahrhunderten.