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25. Moritzburg Festival in Dresden eröffnet

Dresden. Musik in der Autofabrik: Mit einem Konzert in der Gläsernen VW-Manufaktur in Dresden hat am Samstagabend das 25. Moritzburg Festival für Kammermusik begonnen. dpa/uf

Zu Beginn spielten junge Musikerinnen und Musiker der festivaleigenen Akademie unter Leitung von Josep Caballé Domenech Werke von Robert Schumann, Wolfgang Amadeus Mozart und Dmitri Schostakowitsch. Der Nachwuchs wurde anschließend lautstark gefeiert und bekam Bravo-Rufe und viel Beifall. Denn der Mix aus Musizierfreude, Frische und hohem technischen Niveau erwärmte die Herzen der Fans schnell.

Bis zum 20. August folgen bei dem renommierten Festival weitere 17 Konzerte in diversen Spielstätten in Moritzburg und Umgebung. Das Musikfest feiert in diesem Jahr mit der 25. Ausgabe ein Jubiläum. 1993 war es von dem Cellisten Jan Vogler und Kollegen nach dem Vorbild des Marlboro Festivals in den USA gegründet worden. Binnen kurzer Zeit spielte sich Moritzburg in die erste Reihe der international bekannten Kammermusikfeste.

Als Schirmherr ergriff am Samstag auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) das Wort. Er habe im Urlaub den Schostakowitsch-Roman "Der Lärm der Zeit" von Julian Barnes gelesen, verriet er den Gästen. Auch heute gebe es in der Welt viel Lärm. Deshalb sei es gut, dass auch Töne wie die von Moritzburg zu vernehmen seien. Er spielte damit nicht zuletzt auf den Geist des Festivals mit Musikern aus aller Welt an. Für die Akademie gab es in diesem Jahr 500 Bewerbungen.