Streng genommen gehört sie gar nicht dazu, die Filmschau. Trotzdem läutet sie – mittlerweile zum 17. Mal – das größte Festival des osteuropäischen Films am Montag vor Festivalstart ein. 17 Filme von Nachwuchsfilmemachern sind an diesem Montagabend im Weltspiegel-Kino in der Cottbuser Innenstadt zu sehen. Die Beiträge sind mal 20, mal nur zwei Minuten lang. Den Filmemachern winkt ein Hauptpreis von satten 1500 Euro, ein Sonderpreis der Stiftung für das sorbische Volk (1000 Euro) sowie der Publikumspreis (250 Euro). Start ist um 19 Uhr in der Rudolf-Breitscheid-Straße 78.

Während es am Dienstag schon am Nachmittag an den verschiedenen Spielstätten in der ganzen Stadt mit den Filmbeiträgen losgeht, wird das Festival ganz offiziell erst am Dienstagabend im Großen Haus des Staatstheaters mit geladenen Gästen eröffnet. Der Eröffnungsfilm in diesem Jahr ist „Smuggling Hendrix“, eine Produktion aus Zypern, Griechenland und Deutschland von Regisseur Marios Piperides. Bei allem Witz, der im Film mitschwingt, ist das Regiedebüt von Piperides auch ein politisches Statement: Zum ersten Mal hat ein türkischer Siedler in einem zyprischen Film einen Namen und eine Geschichte. Das Weltspiegel-Kino zeigt den Film am Dienstagabend um 20.30 Uhr parallel zur Vorführung bei der Eröffnungsveranstaltung im Staatstheater.

Insgesamt 210 Filme aus 45 Produktions- und Koproduktionsländern sind bis einschließlich Sonntag an acht Spielstätten in Cottbus zu sehen. Mit der Türkei, Griechenland und Finnland sind drei neue Länder dabei, die nicht zu den postsozialistischen Ländern gehören. Insgesamt sind es über 13 500 Minuten Film, die beim Festival in diesem Jahr gezeigt werden, sieben Weltpremieren warten auf die Gäste. Und davon soll es in diesem Jahr wieder eine Menge geben. 2018 besuchten rund 22 000 Menschen das Filmfestival Cottbus.

Einen Überblick über die Spielstätten gibt es auf dieser Karte, weitere Infos zum Filmfestival auf der offiziellen Festival-Internetseite.