Unter dem Titel "Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen" werden in dem Barockbau auf 8000 Quadratmetern 8000 Objekte gezeigt; es geht um 2000 Jahre deutscher Geschichte im europäischen Kontext. Das Museum wird vom Bund getragen und nach umfangreichen Umbauarbeiten und längerer Verzögerung wieder eröffnet. Für das Publikum ist die Schau im Zeughaus Unter den Linden ab 3. Juni geöffnet, teilte das Museum gestern weiter mit.
Zur Sammlung gehören etwa eine Million Objekte. Das Spektrum reicht von einem Ritterhelm aus dem 13. Jahrhundert und dem Edikt zum Reichstag zu Worms 1521, auf dem Luther den Widerruf ablehnte, über ein "Hexenhemd" aus dem 17. Jahrhundert bis zu einer Schultüte von 1915. Einer der jüngsten Zugänge ist der rostige Stahlrahmen, der einst an der Vorderseite des Palastes der Republik das DDR-Emblem hielt, das sich schon im Museum befand.
Das um 1700 erbaute Zeughaus, einstige Waffenkammer Preußens, gilt als ein architektonisches Juwel in direkter Nachbarschaft der unter Friedrich dem Großen 1742 eröffneten Staatsoper, Schinkels Neuer Wache und der Museumsinsel. Einen besonderen architektonischen Akzent erhielt es 2003 mit dem Anbau von I.M. Pei, der sich mit seinen Ausstellungen als Besuchermagnet erwies. dpa/pb