Auch bei Museums- und Theaterbesuchen liegen die Sachsen im bundesweiten Vergleich über dem Durchschnitt, wie aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden hervorgeht. Gut schnitten die Sachsen auch bei Bibliotheksbesuchen ab, gehörten jedoch hinsichtlich der Chormitglieder unter den Einwohnern sowie bei Kinobesuchen zu den Schlusslichtern.
Sachsen wendet laut Destatis seit 2004 jährlich sowohl absolut als auch pro Kopf mehr Geld zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen, Schlössern und Burgen auf als alle anderen Länder. 2005 wurden 63 Millionen Euro ausgegeben. Die Pro-Kopf-Ausgaben lagen mit rund 14,80 Euro weit über nachfolgenden Ländern wie Brandenburg und Thüringen (je 8,90 Euro), Bayern und Berlin (je fünf Euro) sowie dem Bundesdurchschnitt (4,40 Euro). Der Freistaat führte mit 155,40 Euro pro Einwohner auch das Länderranking der öffentlichen Kulturausgaben vor Stadtstaaten wie Bremen, Berlin und Hamburg an.
Statistisch wurden in der Saison 2005/06 in Sachsen 560 Besuche pro 1000 Einwohner registriert und damit mehr als in Baden-Württemberg. Spitze war der Freistaat auch bei der Belegung künstlerischer Fächer an Gymnasien: Mit einem Indikatorwert von 1,2 liegt er vor Bremen (1,1) oder Bayern (0,8) sowie über dem Bundesdurchschnitt (0,9).
Zudem stand er hinsichtlich des Anteils von Hochschulabsolventen in den Fächern Kunst und Kunstwissenschaft neben Berlin, Bremen und Hamburg an der Spitze. Während die Bibliotheken mit 2,4 Besuchen pro Einwohner 2006 relativ hoch im Kurs standen - Sachsen lag bundesweit an siebenter Stelle - zeigten sie sich mit 1,3 Besuchen eher als Kinomuffel und gehörten zu den Schlusslichtern im Ländervergleich. (dpa/mb)