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| 08:50 Uhr

Künftige Koalition will Kündigungsschutz lockern

Berlin. Vor der entscheidenden Runde der Verhandlungen über eine große Koalition haben sich Union und SPD unter anderem auf die Beschneidung des gesetzlichen Kündigungsschutzes geeinigt. AFP/mhs

Der Kündigungsschutz soll künftig bei Neueinstellungen erst nach zwei Jahren greifen, sagte SPD-Arbeitsmarktexperte Klaus Brandner gestern. Hierzu soll die Probezeit auf 24 Monate ausgedehnt werden können. Im Gegenzug dazu sollten die Möglichkeiten zur Befristung von Arbeitsverträgen eingeschränkt werden. Die Arbeitsgruppe Wirtschaft und Arbeit vereinbarte weiter, bei Hartz IV zwei der insgesamt geplanten vier Milliarden Euro dadurch einzusparen, dass bei bedürftigen Jugendlichen unter 25 Jahren auf den Unterhalt von Angehörigen zurückgegriffen werde. Die Arbeitsgruppe Finanzen einigte sich auf ein Sparpaket von gut elf Milliarden Euro. Neben der Halbierung der Sparerfreibeträge soll die Entfernungspauschale künftig erst ab 21 Kilometer Fahrweg greifen. Die Wirtschaftsweisen warnten erneut „dringend“ davor, die Mehrwertsteuer zu erhöhen.