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| 02:35 Uhr

Kühe in Jänschwalde verschwunden

Jänschwalde. Viehdiebe tyrannisieren seit Monaten Lausitzer Landwirte. In der Nacht zum Sonnabend verschwanden erneut an die 30 Rinder aus einem Landwirtschaftsbetrieb in Jänschwalde (Spree-Neiße). Jan Siegel / mit dpa

Bei den Dieben dürfte es sich um professionell organisierte Banden handeln, die sich auskennen und mit schwerer Technik anrücken. Am Tatort konnten die Spezialisten der Kriminalpolizei nur noch einige Spuren sichern. Der Schaden für die Jänschwalder Landwirte beläuft sich auf mindestens 15 000 Euro.

Der aktuelle Fall ist die Fortsetzung einer Kriminalserie, die gerade im Osten Deutschlands schon seit Monaten anhält. Bisher haben die Ermittler keinen wirklichen Erfolg gegen die Viehdiebe erreichen können.

In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern verschwinden seit Monaten beinahe regelmäßig Zuchtbullen, Kälber und Mutterkühe. Manchmal haben es die Diebe offenbar auf besondere Einzelexemplare abgesehen. Ein andermal scheinen sie mit Transportern vorzufahren, um ihr Diebesgut einzuladen.

Der aktuelle Fall in Jänschwalde war mindestens der fünfte dieser Art allein in Brandenburg in diesem Jahr. Das geht aus den Polizeimeldungen der vergangenen Wochen hervor. Mindestens 37 Kühe waren am Jahresanfang in Lieskau (Elbe-Elster) über Nacht verschwunden. Gut zwei Wochen später fehlten 32 Kühe von einer Koppel bei Luckau (Dahme-Spreewald). Ende Januar verschwanden vier Zuchtbullen der Agrargenossenschaft Neißemünde in Neuzelle (Oder-Spree).

Erst vor einigen Wochen hatte die polnische Polizei in Stettin eine Bande von Viehdieben ausgehoben. Ihr konnten allein mehr als 40 Diebstähle nachgewiesen werden. Eine Verbindung zu den Fällen in Brandenburg fanden die polnischen Ermittler bei ihnen aber nicht.