Die desolate Wirtschaftslage und Zugeständnisse von Präsident Raúl Castro bei den Menschenrechten lassen die Kubaner mutiger werden. Den größten Zuspruch erfährt ein Begehren zur Abschaffung von Kubas Doppelwährung. Die Initiatorinnen aus der "kubanischen Landfrauenvereinigung" reichten bereits 21 100 Unterschriften für die Rückkehr zum Einheitspeso beim Parlament ein. Belinda Salas, Präsidentin der von der Regierung als illegal eingestuften Organisation, zeigt sich überzeugt: "Wir haben viel Rückhalt im Volk." Eigentlich müsste Kubas Parlament ein Bürgerbegehren gemäß Verfassung sofort behandeln und im ganzen Land zur Diskussion stellen. Voraussetzung ist lediglich, dass mindestens 10 000 wahlberechtigte Bürger mit vollem Namen, Adresse und der Nummer ihres Personalausweises unterschreiben. Doch das Parlament hat bisher nicht reagiert. "Wir ernten nur Schweigen", klagt Salas.Die staatliche Presse erwähnt das Thema nicht. Stattdessen gehen Polizei und Staatssicherheit gegen Belinda Salas und ihre Mitstreiterinnen vor - mit Schikanen, Verhören und tätlichen Übergriffen. epd/ta