So ist das momentan in der sächsischen Politik. Die alte Regierung ist abgeräumt, die neue erst für nächste Woche bestellt, man könnte irgendwas machen, aber wozu? Wer kann, verkrümelt sich: Bloß schnell was einkaufen, solange die Läden noch offen haben, und hinterher draußen eine rauchen.

Bloß schnell ab nach Schweden, die Lausitzer Braunkohle retten, solange die da oben noch verhandeln, und hinterher zwei Tage Stockholm dranhängen. Am Tisch macht sich Ödnis breit. Du zählst die Krümel auf der Tischdecke. Du hoffst, dass irgendwer Streit anfängt.

T atsächlich geht die Tür auf und Onkel Holger von der FDP kommt rein, der ist diesmal nicht eingeladen, das wird spannend. Er schimpft wieder auf Windräder, hat diesmal sogar eine Schippe draufgelegt. Es droht nicht mehr nur "Zuspargelung", es droht jetzt die "Zerspargelung". Zerr, zerr! "Die ungebremste Zerspargelung kostbarer Landschaften mit hochsubventionierten Windrädern ist nicht nur ein Anschlag auf die Lebensqualität und touristische Attraktivität Sachsens, sie trägt auch zur weiteren Kostenbelastung sächsischer Haushalte bei", sachter .

Du könntest jetzt was antworten, aber die anderen antworten auch nichts. Also frisst Du Chips und wartest aufs Abendbrot.