Eigentlich wollte die Brandenburger SPD am Dienstag eine Entscheidung über die künftigen Koalitionspartner treffen. Doch es kommt anders. Ministerpräsident Woidke möchte den Mittwoch für weitere Sondierungen nutzen.

Am Donnerstag wollen dann nach Informationen der RUNDSCHAU alle drei Parteivorstände tagen. Dabei sollen sich die Verhandler Mandate zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen holen, die dann am Montag beginnen sollen. Zudem findet am Samstag ein "Kleiner Parteitag" der Grünen in Kleinmachnow statt, der für die Umweltpartei vor der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen satzungsgemäß vorgeschrieben ist.

Scharfe Kritik zu geplanten Kenia-Verhandlungen

Auf scharfe Kritik stoßen die geplanten Kenia-Verhandlungen unterdessen bei den Jugendorganisationen der Parteien. "„Für uns ist klar: eine gute Zukunft für Brandenburg ist im Licht dieses Wahlergebnisses nicht mit einer Kenia-Koalition, sondern nur mit Rot-Grün-Rot möglich", sagte die Vorstandssprecherin der Jusos, Rica Eller. "Eine Kenia-Koalition mit der CDU bedeutet Rückschritt.“, so Rica Eller.

Momentan verliere die SPD bei Wahlen mehr Wähler an den Friedhof als an politische Gegner und Konkurrenten. "Wenn die SPD sich neue, jüngere Wählerschichten erschließen will, kann Kenia keine Alternative sein: Wer mit einer CDU, deren Abgeordnete teilweise offen mit der AfD flirten, paktiert, dem werden die jungen Leute die rote Karte zeigen“, sagte ihr Stellvertreter Christopher Gordjy

Nach der Landtagswahl in Brandenburg Parteien ringen auf vier Konfliktfeldern

Potsdam