Dazu zählen Waldbrandschutz, Ausbildung von Forstwirten und Waldpädagogik.

"Ein wirklich positiver Beitrag zu einer zukunftsfesten Forstverwaltung ist aber nur die Forstverwaltung aus einer Hand als Landesforstverwaltung", sagt der Vorsitzende des Bundes Deutscher Forstleute (BDF), Uwe Engelmann. "Eine Trennung macht das Arbeitsergebnis nicht besser, nicht effektiver und auch nicht kostengünstiger."

Die Förster kritisieren erneut Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD). "Die Landesregierung hat es bisher nicht einmal im Ansatz für nötig gehalten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landesforstverwaltung den von ihr favorisierten Weg zu erläutern und die sogenannten Vorteile darzustellen", sagt Engelmann.

Kritik an der geplanten Aufgabenverlagerung im Forstbereich gab es in der Vergangenheit auch von den Fachpolitikern von SPD und Linken. "Man sollte Dinge, die derzeit gut funktionieren, nicht nur wegen der Reform aufteilen", sagt der Großräschener Landtagsabgeordnete Wolfgang Roick (SPD) am Sonntag auf Nachfrage der RUNDSCHAU. Die Kreisgebietsreform an sich sei wichtig und richtig: "Im Süden sind wir schon auf einem guten Weg, etwa was die Gespräche zwischen Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße betrifft."

Auf Nachfrage der RUNDSCHAU, ob es mögliche Alternativen zur Verlagerung der Forstverwaltung gebe, erinnert Roick daran, dass das Modell einer Anstalt öffentlichen Rechts Teil der Überlegungen gewesen sei.