Die Links fraktion.PDS sieht einen "Absturz der Inneren Sicherheit". Der DGB kündigte eine Demonstration vor dem Finanzministerium an. Unmittelbar nach der Regierungsklausur am Sonntag hatten bereits Grüne, FDP, die Gewerkschaft der Polizei und die beiden betroffenen Minister Kritik geäußert.
Das CDU/SPD-Kabinett hatte am Wochenende Pläne zum Stellenabbau bis zum Jahr 2010 präzisiert. Die Stellenzahl soll ohne Kündigungen um 6441 auf 80 000 gesenkt werden. Die größten Einschnitte müssen mit 3094 Stellen das Innen- und mit 1010 Stellen das Justizministerium verkraften. Es bleibt bei den umstrittenen Planungen, wonach bei der Polizei 2441 Stellen wegfallen sollen. Mehr als ein Viertel der Ausgaben Sachsens entfallen derzeit auf Personalausgaben.
Der Stellenabbau komme einem Rückzug des Staates von seinen zentralen Aufgaben gleich, sagte der Vorsitzende des Richtervereins, Reinhard Schade. "Er bedeutet Raubbau am Rechtsstaat." Wer zu lange Verfahrensdauern beklage, dürfe nicht in großem Umfang Stellen streichen. "Der Leid Tragende für diese unverantwortliche Politik wird der Bürger sein." Einstellungsstopp und Stellenstreichungen seien die falschen Antworten auf die demographische Entwicklung, erklärte DGB-Chef Hanjo Lucassen. (dpa/mb)