Am Donnerstag hatten sich die Landräte Bodo Ihrke, Dietmar Schulze (beide SPD) und Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) in Eberswalde getroffen und das Papier verabschiedet.

Nach dem Willen der Ministerin soll eine Landesschulagentur mit vier Regionalstellen die bisherigen sechs regionalen Schulämter ablösen. Die vier Regionalstellen sind an den Standorten Cottbus, Brandenburg/Havel, Frankfurt (Oder) und Neuruppin geplant. Die neue Struktur soll am 1. Januar 2014 starten.

Die Entscheidung wird für nächstes Jahr erwartet. Münch verspricht sich Einsparungen von fast zwei Millionen Euro pro Jahr. Die Zahl der Mitarbeiter soll demnach bis 2015 von mehr als 300 auf rund 260 sinken. Kündigungen werde es nicht geben. Kritik an den Plänen kam bereits unter anderem von der Opposition.

Die drei Politiker kritisierten, dass sie in die Planungen nicht einbezogen worden seien. Im Einzugsbereich der beiden Landkreise lebten mehr als 30 000 Schüler. Die räumliche Entfernung zu der geplanten Stelle in Frankfurt (Oder) sei zu groß. Die Politiker forderten eine fünfte Regionalstelle für das Gebiet Uckermark-Barnim. Weiter heißt es: "Als Alternativvorschlag kommt die Übertragung der Aufgaben der Schulaufsicht der Staatlichen Schulämter auf die Landkreise infrage."

Zum Thema:
Die sechs regionalen märkischen Schulämter sollen ab 2014 in eine neue Landesschulagentur mit vier regionalen Stellen übergehen. Die Standorte in Brandenburg/Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder) bleiben dabei bestehen. Statt der Standorte in Eberswalde, Perleberg und Wünsdorf kommt Neuruppin hinzu. Wo die Schulagentur ihren Hauptsitz haben wird, soll vermutlich erst im kommenden Jahr entschieden werden.