Die EU-Kommission verlangt dazu bis zum 26. April eine Rückmeldung von Athen, wie sie am Dienstag in Straßburg erklärte. Verbesserungen erwartet die Brüsseler Behörde etwa bei konkreten Zeitplänen, unklaren Zuständigkeiten und dem Abrufen bereitgestellter EU-Gelder. Sie lobte aber, es gebe bereits "erhebliche Fortschritte". Die EU-Kommission hatte in Griechenland schwere Mängel beim Grenzschutz festgestellt und im Februar Vorschläge gemacht. Wenn sich die Situation bis zum 12. Mai nicht verbessert hat, kann die Behörde empfehlen, dass die derzeit nur vorübergehend erlaubten Grenzkontrollen zwischen Mitgliedsländern des Schengen-Raums für eine Dauer von bis zu maximal zwei Jahren verlängert werden dürfen. In der Migrationskrise kontrollieren Deutschland sowie Österreich, Norwegen, Schweden und Dänemark derzeit ihre Grenzen. Frankreich kontrolliert ebenfalls, begründet dies aber mit dem Anti-Terror-Kampf. Im Normalfall sollte es zwischen den 26 Schengen-Staaten keine Grenzkontrollen geben.