Die Landräte von Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster, Siegurd Heinze (parteilos) und Christian Heinrich-Jaschinski (CDU), wehren sich in einem Positionspapier gegen die vorgesehene Kreisneugliederung im Süden Brandenburgs.

Der von Rot-Rot in Potsdam geplante Monsterkreis im Süden Brandenburgs verfehle die von der Regierung selbst formulierten Zielsetzungen der Verwaltungsstrukturreform. Dabei sollen Spree-Neiße (SPN), Elbe-Elster (EE), Oberspreewald-Lausitz (OSL) und Cottbus zum Lausitzkreis zusammengefügt werden.

Aber nur OSL und EE haben sich jetzt in einem Positionspapier mit einer Vielzahl von Argumenten gegen die Fusion zur Wehr gesetzt. "Es ist schade, dass wir im Süden nicht mit einer Stimme auftreten", sagt Christian Heinrich-Jaschinski gegenüber der RUNDSCHAU. Er könne auch nicht nachvollziehen, dass es in Cottbus zurzeit eine Totalverweigerung für Gespräche zur Reform gebe - unabhängig von der Volksinitiative "Bürgernähe erhalten. Kreisreform stoppen". Landrat Heinze betont mit Verweis auf das Positionspapier, "dass wir uns Veränderungen nicht verschließen". Aber es müsse zusammengefügt werden, was zusammenpasse.

Unterdessen hat sich der Kreistag Dahme-Spreewald am Mittwochabend dafür ausgesprochen, als Kreis allein zu bleiben. Eine Fusion mit Teltow-Fläming wird abgelehnt. In Potsdam soll dem Vernehmen nach in der kommenden Woche der Entwurf des Kreisneugliederungsgesetzes vorgestellt werden.