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Kritik an Blairs Umgang mit Irak-Dossiers

London.. Der Außenausschuss des britischen Unterhauses hat gestern die Regierung von Premierminister Tony Blair vom Vorwurf der Manipulation von Geheimdienstinformationen zu irakischen Massenvernichtungswaffen entlastet, gleichzeitig aber Kritik geübt. Foto: dpa

Die Regierung habe im September ein Geheimdienstdossier veröffentlicht, das nicht zuverlässig gewesen sei, kritisierten die Parlamentarier in ihrem Bericht. Die Information, der irakische Machthaber Saddam Hussein könne binnen 45 Minuten Massenvernichtungswaffen aktivieren, habe sich auf eine einzige, nicht bestätigte Quelle gestützt. Der Regierung werde "empfohlen zu erklären, warum diese Behauptung dermaßen herausgestrichen worden ist". Dennoch sprach der Bericht alle Minister vom Vorwurf frei, das Parlament getäuscht zu haben. (AFP/uf)