Die Brandenburger Polizei hat sieben Taucher. In mehr als der Hälfte der Fälle suchten sie in Teichen, Seen oder Flüssen nach Leichen oder Leichenteilen. Unter Wasser versuchten die Taucher aber auch, Beweismittel und Waffen zu finden, die in Zusammenhang mit Straftaten standen. Entdeckt wurden unter anderem Autokennzeichen, Personaldokumente, Täterbekleidung und Tatwerkzeuge. Sogar Tresore oder Geldkassetten hatten Täter versenkt, um Spuren zu verwischen. Die Taucher brachten manches davon wieder ans Tageslicht.

Bei einem Einsatz im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres wurde im Liepnitzsee bei Wandlitz nach Leichenteilen gesucht. An 27 Tagen nahmen die Taucher deshalb etwa sieben Hektar Gewässergrund näher unter die Lupe. Polizeitaucher werden Heinemann zufolge in einem achtwöchigen Grundlehrgang ausgebildet. Sie absolvieren ihn entweder in Brandenburg oder einem anderen Bundesland. Der Kurs vermittelt Grundlagen in Theorie und Praxis.