Mit "Allerheiligen" hat sich der Verfasser historischer Romane nun an eine Krimi-Serie gewagt. Und sie beginnt in Landshut. Hauptakteur ist Kommissar Peter Bernward, der sich mit einer Geiselnahme im idyllischen Kleinstädtchen herumplagen muss. Dem von Kollegen und dem eigenen Vater ständig genervten Mann platzt fast der Kragen, als sich dann noch die Polizei aus der Landeshauptstadt München in seinen Fall einmischen will. Doch der niederbayerische Dickschädel weiß sich zu wehren - gegen Vorgesetzte und Verbrecher.

Dübell - Schöpfer solcher Werke wie "Eine Messe für die Medici" (2000) und "Die Teufelsbibel" (2007) - offenbart auch in dem Neuzeit-Roman seinen Hang zu Rätselhaftem und Klerikalem. Und bleibt dabei humorvoll.

Hinzu kommt eine Prise Gefühl. Denn Bernward hat sich in eine Kollegin verguckt. Kurz: Der Auftakt zur neuen Krimiserie ist ein bekömmlicher Cocktail, von dem man noch einige vertragen kann.

Richard Dübell: Allerheiligen. Ullstein Verlag, Berlin, 416 S., 9,99 Euro.